Monday, September 23

🇩🇪 Von der Quelle in den Tank

Photo: Max Bender

Ich diskutiere gerne und über viele Themen. Besonders zum Beispiel über die Elektrifizierung unserer Mobilität. Dabei bleiben entsprechende Gegenargumente nicht aus. Der Strommix in Deutschland sei viel zu schmutzig, der Wirkungsgrad würde übertrieben, andere Technologien seien deutlich vielversprechender. Da komme selbst ich ab und zu mal ins Stolpern.

Wenn zum Beispiel ab sofort alle Autos mit Strom statt mit fossilen Brennstoffen fahren würden, würde dann unser Stromnetz zusammenbrechen? (Antwort: Nein, würde es nicht. Die Voll-Elektrifizierung des Verkehrs würde nur 20% der gesamten Elektrizität in Deutschland verbrauchen). Oder stimmt es, dass das Wasserstoffauto einen Wirkungsgrad hat, der dem Elektroauto den Rang abläuft? (Antwort: Nein, stimmt nicht. Von der Quelle bis zum Rad gerechnet erreicht das rein elektrische Fahren hier deutlich mehr). Basiert der Strommix in Deutschland tatsächlich auf 80% Kohle und Gas? (Nein, tut er nicht).

Michael von Hohnhorst hat auf Medium einen gut recherchierten und mit nachvollziehbaren Quellen belegten Artikel verfasst, der ausführlich, unaufgeregt und äußerst sachlich mit vielen Vorurteilen aufräumt.

Aus diesem Artikel ergibt sich nur ein logischer Schluss: “Es ist nicht mehr die Frage, ob die Elektromobilität kommt, sondern wie schnell sie sich durchsetzen wird.”

Ich denke es lohnt sich, sich diesen Link für die nächste Diskussion mit den Unbelehrbaren ins Munitionsköfferchen wegzuspeichern.

Zum Artikel: Die Elektrifizierung der Mobilität: Warum die Zukunft elektrisch fahren wird — und das schneller, als man denkt