Saturday, December 15

Lüftergestützes Podcasten

Es ist Sommer und es ist heiß. Zumindest so heiß, dass mein Studio mit Fenstern in Richtung Osten schon morgens hübsch warm wird. Das einzige was hier hilft ist Durchzug, egal ob durch offene Fenster oder mittels Ventilator. (Und keine Sorge, Durchzug ist nicht böse).

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Das offene Fenster ist hier auf dem Land normalerweise bei der Podcast-Aufnahme kein Problem. Es sei denn, die Bauern müssen wegen der derzeitigen Dürre ihr Getreide Noternten. Dann ist der Traktorverkehr und die damit verbundene Beschallung durchaus deutlich.

Die Alternative ist also: Fenster zu und Ventilator an. Die Pustequirle sind aber meist nicht leise und das beißt sich wieder mit dem Podcasten. Da kam mir die Idee, statt des auf dem Boden in einiger Entfernung stehenden lauten Püsters einen 140mm kleinen leisen, regelbaren, doppel-kugelgelagerten und USB-anstöpselbaren PC-Lüfter zu kaufen, der mich direkt von vorne aus ca. 40cm Entfernung anpustet. Der Luftstrom ist jetzt zwar nicht so orkanartig, wie bei den dicken Lüftern, dafür kommt der stetige Luftstrom ganz aus der Nähe und reicht mir so vollkommen aus. 

Ich kann das Pusteteil zwar immer noch mit meinen Ohren hören. Dank seiner Nierencharakteristik und dank der Tatsache, dass die Rückseite des Mikrofons jetzt genau zum Lüfter zeigt, ist er aber in der Aufnahme quasi akustisch unsichtbar. Das Mikrofon kann einfach gut ignorieren, was von hinten schallt.

Fazit: mit der Kombination aus Røde NT-USB (Affiliate-Link), AC Infinity MULTIFAN S4 (Affiliate-Link) und der richtigen Ausrichtung des Mikrofons ist jetzt Podcasten bei geschlossenem Fenster ohne Hitzetod und mit trotzdem gutem Sound möglich. Wegen mir darf’s also erst mal heiß bleiben. 

Übrigens, so klingt das dann, also quasi genau wie vorher 🙂