Saturday, October 21

2,33mm – 25 Tage später: Formulor.de hat endlich nachgebessert

Die leidige Geschichte mit Formulor.de kommt zu einem halbwegs guten Ende. Nach einigem hin und her hat Formulor jetzt endlich nachgebessert und neue, passende Teile sind heute bei mir angekommen, deren Maß innerhalb der Toleranz von 0,5 mm liegt.

Noch mal kurz die Chronologie:

  • 31. Juli: ich bestelle bei Formulor, wie schon mehrfach zuvor, Sperrholz-Laserzuschnitt mit 2 mm Materialstärke.
  • 11. August: ich hake nach, weil die Teile, anders als sonst, noch nicht da sind.
  • 15. August: die Lieferung ist da, die Teile sind aber mit 2,64 mm zu dick, ich reklamiere per E-Mail.
  • 15. August: Herr L. von Formulor sagt, alles sei innerhalb der Toleranz von 0,5 mm. Ich widerspreche.
  • 18. August: Herr L. von Formulor schiebt das Problem aufs Wetter und auf meinen Messschieber.
  • 18. August: ich habe Hals, trage die Sache hier ins Blog.
  • 18. August: Herr L. von Formulor bittet plötzlich um Rücksendung zur Überprüfung. Erst per E-Mail, dann auch telefonisch.
  • 18. August: ich schicke die Teile zurück.
  • 25. August: die neue Lieferung von Formulor trifft ein. Die Teile sind tadellos.

 

Alles gut, sollte man meinen. Trotzdem bleibt ein öder Nachgeschmack.

Zum einen ist nicht jeder so schnell laut, wie ich das manchmal bin. Viele geben da schneller auf oder haben nicht die Plattform, über die sie ihrem Unmut Luft machen können. Wenn das für mich schon nicht leicht ist, mit meiner Beschwerde von Formulor ernst genommen zu werden, dann möchte ich nicht wissen, wie viele andere sich bei einer ähnlich gelagerten Geschichte schon haben abwimmeln lassen.

Außerdem sind da die fast vier Wochen, die die gesamte Sache jetzt gedauert hat. Die geplante Zeit für das Projekt für das ich die Teile brauche, ist jetzt erst mal weg. Ich werde es also zunächst auf Eis legen müssen. Das ist maximal ärgerlich.

Dann hätte ich von Formulor zumindest noch ein kleines “T’schuldigung, soll nicht wieder vorkommen” erwartet. Der Ärger war groß genug und die Verzögerung erst recht.

Nicht zuletzt ist da aber noch eine sehr grundsätzliche Sache, und die hinterlässt den größten Nachgeschmack: als Kunde erwarte ich ernst genommen zu werden. Der Mitarbeiter von Formulor hat genau das nicht getan. Stattdessen hat er mir durch die Blume mehrfach mitgeteilt, dass er meinen Aussagen nicht traut. Dass der (offensichtliche) Fehler bei mir liegt. Das habe ich als herablassend und entmündigend empfunden. Für Formulor und Modulor mag diese Strategie, statt Qualität zu liefern lieber gerechtfertigte Reklamationen abzulehnen, kurzfristig gewinnbringend sein. Auf lange Sicht spricht sich das aber herum und die Kunden tragen ihr Geld woanders hin. Ich schlage Formulor deshalb allerdringendst vor, ihre Support-Mitarbeiter auf ein Kommunikations-Training zu schicken.