Thursday, June 29

Alle Tassen und Gläser im Schrank?

Irgendwie ist das ja schon seltsam, da stellt man eine Frühstücksfrage am Sonntag und fragt sich anschließend, warum manche Leute so ticken wie sie ticken.

Es ging um Tassen und Gläser. Stellt man die nun mit der Öffnung nach oben oder mit der Öffnung nach unten ins Regal?
Ich persönlich habe das mit dem “Öffnung nach unten” ja noch nie so wirklich verstanden. Das Argument an dieser Stelle ist immer: Staub. Öffnung nach oben heißt anscheinend, dass Staub in die Tasse fällt. Öffnung nach unten soll das verhindern.
Nur, was eine nach unten gerichtete Öffnung nicht verhindert ist, dass in Abwesenheit der Tassen die Regalböden eben auch staubig werden. Und dann stellt man da den Tassenrand drauf. Also den Teil der Tasse, den man beim Trinken direkt mit den Lippen berührt.
Ob man also die Tasse wegen Staub-Inhalt auswischt, oder ob man den gerade aus dem Staub gehobenen Tassenrand abwischt, macht aus meiner Sicht nun keinen wirklichen Unterschied mehr. Mir persönlich ist die Variante lieber, bei der der Tassenrand nicht den Regalboden berührt.
Außerdem: wenn die Tassen tatsächlich die Chance haben, ernsthaft einzustauben, dann müsste mal über eine Reduktion der Tassenmenge nachgedacht werden 🙂
Nachtrag: es kamen auch noch Vorschläge, die sich auf Ästhetik bezogen (“sieht schöner aus, wenn die Tassen richtig rum stehen”). Manche stellen Tassen so rum und Gläser anders rum, tja. Und einer schlägt sogar eine abwechselnde Anordnung vor, im Stil von A V A V A V, denn so könne man am meisten Platz sparen.
Wie sieht’s denn bei euch im Schrank aus?
UPDATE: Ha, da sind mir noch zwei Gründe eingefallen, warum “Öffnung nach oben” die eindeutig bessere Alternative ist. Beide haben damit zu tun, dass man die Tassen gerne mal direkt aus der Spülmaschine ins Regal bzw. in den Schrank räumt. Unsere Spülmaschine heizt zwar am Ende dem Geschirr etwas ein, aber 100% trocken sind die Sachen danach meist trotzdem nicht.
Was passiert also mit einer warmen Tasse, die mit etwas Restfeuchte kopfüber in den Schrank gestellt wird? Die dadurch entstehende Höhle und die warme Tasse erzeugen ein hübsch feuchtwarmes Klima, das mangels Entlüftung vermutlich eine Weile bestehen bleibt. Auf Glasplatten wohl länger als auf poröseren Holzböden. Und feuchtwarm begünstigt wiederum Bakterienwachstum.
Außerdem können Wasserreste auch an der kopfüber eingeräumten Tasse herunterlaufen. Die sammeln sich dann am Trinkrand und helfen damit dem Staub vom Regalboden, richtig gut am Tassenrand zu haften.
Lustig, worüber ich an einem Montag morgen so alles nachdenke.